Baskets, BSC & Co.

Sport als Standortfaktor

Wirtschaftstalk BONN
27.01.2026 - 19:00 Uhr, Kammermusiksaal Beethoven-Haus Bonn

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Simon Pallmann, Guido Dörrenberg, Christian David (Moderation), Prof. Dr. Christoph Breuer, Matthias Möseler

Das Thema:

Rund 3.000 € pro Jahr, so führte Christian David in das Thema ein, gibt jeder von uns Schätzungen zufolge durchschnittlich für Sport aus. Damit ist Sport ein wichtiger Faktor. Und das nicht nur für die Wirtschaft.

Die Podiumsgäste sehen den Wert von Sport - neben dem persönlichen Ausgleich, den er darstellt - in dem Einfluss, den er auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, auf soziales Lernen, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und Integration hat. „Sport ist ein attraktives Mittel, Menschen in einem Ausmaß zusammenzuführen, das weder von Musik noch von Kultur erreicht wird“, meinte Prof. Dr. Christoph Breuer.

Sport ist außerdem ein wichtiger Faktor für die Identifikation mit dem Standort. So antwortete Simon Pallmann auf die Frage, welchen Wert die Baskets für Bonn haben: "Sie sind ein Aushängeschild für die Stadt, sie können für Begeisterung auch über die Stadt hinaus sorgen, für Spannung und Abwechslung bei allen Bonnerinnen und Bonnern und damit etwas für deren Identifikation mit der Stadt leisten."

Die Sparkasse KölnBonn gründete bereits 1988 ihre Stiftung Sport, mit der sie gemeinnützige Bonner Sportvereine unterstützt. Mit 5,5 Mio. Euro Kapital werden jährlich 130.000–140.000 € an Vereine ausgeschüttet – für Trainer, Ausrüstung und Jugendleistungssport. Mit ihrer Spendenplattform "Hier mit Herz" verbindet sie außerdem Menschen, die helfen möchten, mit lokalen Projekten und Vereinen in Köln und Bonn.

Aus der empirischen Forschung berichtete Christoph Breuer, dass Sport für die Attraktivität eines Standortes durchaus ein entscheidender Faktor ist. Denn er wirkt sich auf dessen Lebensqualität aus und da hat bewegungsaktive Freizeitgestaltung in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen.

Spitzensport und große Sportevents spielen als Wirtschaftsfaktor ganz klar eine Rolle. Nach Meinung von Matthias Möseler ist aber Breitensport der wichtigste Aspekt. Er hält Menschen länger gesund und entlastet dadurch das Gesundheitssystem.

Immer mehr Menschen ist der Fitness- und Gesundheitssport wichtig. Davon profitieren sowohl Vereine als auch kommerzielle Anbieter, denn bislang ist das Marktwachstum groß genug. Gleichzeitig wirken Vorbilder aus dem Spitzensport motivierend auf den Nachwuchs. Guido Dörrenberg zeigte sich überzeugt, dass die derzeitigen Erfolge der deutschen Handballmannschaft für viele Anlass sind, sich für diese Sportart zu interessieren.

Apropos Nachwuchs: Für das Finden von Auszubildenden kann beispielsweise das Trikot-Sponsoring bei einem Verein hilfreich sein.

In der Gesprächsrunde wurde deutlich, dass Sport ein entscheidender Standortfaktor ist, der Wertschöpfung, Gemeinschaft und Identität schafft und damit Teil der Zukunftsfähigkeit unserer Stadt ist. Christian David stellte den Diskutanten die Abschlussfrage, was aus ihrer Sicht der wichtigste nächste Schritt sei, damit der Sport Bonn weiter nach vorne bringt. Und übereinstimmend lautete die Antwort: eine Verbesserung der Infrastruktur.

#WTNRW #WTB65

Die Diskussionsrunde:

Matthias Möseler

Matthias Möseler
Vorstandsvorsitzender des Bonner Sport-Club 01/04 e. V. & Vorsitzender des Aufsichtsrats der steep GmbH

Simon Pallmann

Simon Pallmann
Geschäftsführer der BonBas GmbH sowie der Dome Events & Services GmbH (Telekom Baskets Bonn)

Prof. Dr. Christoph Breuer

Prof. Dr. Christoph Breuer
Leiter des Instituts für Sportökonomie und Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule Köln

Guido Dörrenberg

Guido Dörrenberg
Generalbevollmächtigter der Sparkasse KölnBonn & stv. Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sport der Sparkasse in Bonn

Christian David

Moderation:
Christian David
Moderator, Reporter und Medientrainer


Ideeller Träger
Sparkasse KölnBonn Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg
Unterstützer
Rhein-Sieg-Kreis